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Konfiguration von Cyrus SASL
Jetzt geht es darum Postifx zu sagen, wo es die Benutzer überprüfen soll. Dazu haben wir ja Cyrus SASL gewählt. Bei der Installation haben wir mit dem suffix: "--with-plugindir=/usr/local/lib/sasl2" angegeben, wo wir unsere Plugins hineinstellen und SASL sie suchen soll. Jetzt legen wir die Datei /usr/local/lib/sasl2/smtpd.conf an mit folgendem Inhalt:
| pwcheck_method: saslauthd mech_list: plain login |
Für unsere MySQL Nutzer müssen wir noch eine kleine Änderung in der Datei /etc/init.d/cyrus vornehmen, die wir bei der Cyrus Installation angelegt haben.
| /usr/local/sbin/saslauthd -c -a shadow& |
in
| /usr/local/sbin/saslauthd -c -a pam& |
Die Datei speichern wir ab und weiter gehts.
Konfiguration von Cyrus IMAP
als Erstes legen wir die Datei /etc/imapd.conf an, mit folgendem Inhalt:
| postmaster: postmaster configdirectory: /var/imap partition-default: /var/spool/imap admins: cyrus allowanonymouslogin: no allowplaintext: yes sasl_mech_list: PLAIN servername: servername autocreatequota: 10000 reject8bit: no quotawarn: 90 timeout: 30 poptimeout: 10 dracinterval: 0 drachost: localhost sasl_pwcheck_method: saslauthd sievedir: /usr/sieve sendmail: /usr/sbin/sendmail sieve_maxscriptsize: 32 sieve_maxscripts: 5 #unixhierarchysep: yes |
- "postmaster", gibt den Postmaster an,
also den E-Mail Administrator.
- "configdirectory", gibt den Ordner an,
indem Cyrus seine Konfiguration speichert, das sind z.b: Benutzerdatenbank,
nicht zu verwechseln mit unserer MySQL Datenbank.
- "partition-default", legt den Ordner fest
indem Cyrus die E-Mails speichert.
- "admins", legt den Cyrus Administrator
fest.
- "allowanonymouslogin", wie der Name schon
sagt, bedeutet, dass sich alle Benutzer authentifizieren müssen.
- "allowplaintext", bedeutet, dass die Passwörter
nicht verschlüsselt sein müssen.
- "sasl_mech_list", bedeutet, dass Cyrus die
Passwörter im Klartext überprüft.
- "servername", bitte ändern, hier
muss dein FQHN(Fully Qualified Hostname) stehen.
- "autocreatequota",
bedeutet, dass jeder neue Benutzer automatisch 10mb Speicher bekommt.
- "reject8bit", ist diese Option auf "yes"
gesetzt, würde Cyrus keine E-Mails im 8 bit Format annehmen; ist sie auf
"no", so wandelt Cyrus die Zeichen in 7 bit
um.
- "quotawarn", bedeutet, sollte die Mailbox
zu 90% voll sein, bekommt der Benutzer eine warnung.
- "timeout", bedeutet, dass wenn der Benutzer
30 Minuten inaktiv ist, der Server automatisch die Verbindung zum Client trennt.
- "poptimeout", bedeutet, dass nach 10 Minuten
Inaktivität der Server die POP3 Verbindung trennt.
- "dracinterval", mit DRAC ist in Cyrus
"pop-before-smtp, imap-before-smtp" implementiert.
"dracinterval" damit setze ich die Zeit
fest, in welcher ein Benutzer POP/IMAPgemacht haben muss, um SMTP benutzen zu können.
- "drachost", ist der Host.
- "sasl_pwcheck_method", legt die Authentifiziermethode mit SASL fest.
- "sievedir", legt den Ordner fest, indem
die Sieve scripte gespeichert werden.
- "sendmail", zeigt Cyrus das "sendmail"
Binary.
- "sieve_maxscriptsize", legt die maximale
Größe der Sieve Scripte fest.
- "sieve_maxscripts", legt die maximale
Anzahl der Sieve Scripts fest.
- "unixhierarchysep", normalerweise trennt
Cyrus IMAP Ordern mit einem ".", mit der option: "unixhierarchysep",
kann man die Ordner mit einem "/" trennen lassen.
Jetzt legen wir für Cyrus noch extra SSL Certificate an, wer die Gleichen wie Postfix benutzen möchte kann das tun:
| mkdir /var/imap cp /etc/certs/key.pem /var/imap/server.pem cat /etc/certs/cert.pem >> /var/imap/server.pem chown cyrus:mail /var/imap/server.pem echo tls_ca_file: /var/imap/server.pem >> /etc/imapd.conf |
- "echo tls_ca_file: /var/imap/server.pem >>
/etc/imapd.conf", legt in der /etc/imapd.conf
den punkt: "tls_ca_file" an, damit sagen
wir Cyrus wo er sein SSL CAcert findet.
- "echo tls_cert_file: /var/imap/server.pem >>
/etc/imapd.conf", legt in der /etc/imapd.conf
den punkt: "tls_cert_file" an, damit sagen
wir Cyrus wo er sein SSL Cert findet.
- "echo tls_key_file: /var/imap/server.pem >>
/etc/imapd.conf", legt in der /etc/imapd.conf
den punkt: "tls_key_file" an, damit sagen
wir Cyrus wo er sein SSL Key findet.
Nachdem wir nun unseren IMAP Server konfiguriert haben, müssen wir noch festlegen, welche Dienste wir brauchen. Dazu erstellen wir die Datei: /etc/cyrus.conf mit dem Inhalt:
START {
# do not delete this entry!
recover cmd="ctl_cyrusdb -r"
# this is only necessary if using idled for IMAP IDLE
# idled cmd="idled"
}
# UNIX sockets start with a slash and are put into /var/imap/socket
SERVICES {
# add or remove based on preferences
imap cmd="imapd" listen="imap" prefork=0
imaps cmd="imapd -s" listen="imaps" prefork=0
pop3 cmd="pop3d" listen="pop3" prefork=0
pop3s cmd="pop3d -s" listen="pop3s" prefork=0
sieve cmd="timsieved" listen="sieve" prefork=0
# at least one LMTP is required for delivery
# lmtp cmd="lmtpd" listen="lmtp" prefork=0
lmtpunix cmd="lmtpd" listen="/var/imap/socket/lmtp" prefork=0
# this is only necessary if using notifications
# notify cmd="notifyd" listen="/var/imap/socket/notify" proto="udp" prefork=1
}
EVENTS {
# this is required
checkpoint cmd="ctl_cyrusdb -c" period=30
# this is only necessary if using duplicate delivery suppression
delprune cmd="ctl_deliver -E 3" period=1440
# this is only necessary if caching TLS sessions
tlsprune cmd="tls_prune" period=1440
# SQUAT failed, helps
squatter cmd="squatter -r user" period=1440
} |
Wer einen großen Server mit sehr vielen Benutzern hat , sollte prefork einschalten, um so die Performance des Servers zu erhöhen.
Nachdem wir die Datei gespeichert haben, müssen wir noch einige Ordner für Cyrus erstellen:
/var/imap
| cd /var mkdir imap chown cyrus:mail imap chmod 750 imap |
/var/spool/imap
| cd /var/spool mkdir imap chown cyrus:mail imap chmod 750 imap |
/usr/sieve
| cd /usr mkdir sieve chown cyrus:mail sieve chmod 750 sieve |
Sollten bei der Erstellung Fehler kommen wie: "Der ordner existiert schon" ist das nicht weiter schlimm.
Cyrus hat noch ein kleines Script, welches für uns die restliche Arbeit abnimmt, dazu wechseln wir in das Verzeichnis, wo unsere Cyrusquellen liegen und in das Unterverzeichnis "tools" und führen "mkimap" aus.
| su - cyrus /der/order/in/dem/cyrus/source/liegt/tools/mkimap |
Für alle, die noch "ext2" benutzen müssen, folgendes noch erledigen, für alle andern Filesysteme ist das nicht vonnöten.
| cd /var/imap
chattr +S user quota user/* quota/* |
Damit haben wir die Installation von Cyrus geschafft und machen weiter.
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